In dialogue we trust!

Bei Face to Face steht der Dialog zwischen professionellen Gestaltern und ihren Auftraggebern im Mittelpunkt: Menschen zusammenbringen – aktiv, direkt und über Grenzen hinweg. Face to Face setzt darauf, Vertrauen und persönliche Bindung aufzubauen.
F2F9

Designprozesse haben zwei Seiten, die des Auftraggebers und die des Gestalters. Von außen sieht alles so einfach aus. Doch der gemeinsame Erfolg stellt sich häufig erst ein nach der Achterbahnfahrt durch Briefings und Abstimmungsgespräche, Präsentationen und Diskussionen. Ein offener Dialog ist der Schlüssel, wenn es vorangehen soll. Ihm widmet sich die Initiative Face to Face, die unabhängig von politischen Vorgaben und finanziellen Interessen das konstruktive Miteinander fördert: Unter dem Motto »In dialogue we trust!« motiviert Face to Face Verantwortliche aus Unternehmen und ihre Designer, Gestaltungsprojekte über fachliche und nationale Grenzen hinweg vorzustellen. Der Fokus liegt auf Markenentwicklung und Kommunikationsdesign, Produktgestaltung und Architektur.

Kongresse, Seminare und Mitgliederreisen sind Maßnahmen, die Face to Face in diesem Sinne konzipiert, organisiert und durchführt – in eigener Verantwortung und auch mit engagierten Partnern.

Wie F2F entstand

Face to Face ist hervorgegangen aus dem Besuch von Dr. Elke Ritt, British Council Berlin, und Alice Seidler, Britisches Generalkonsulat Stuttgart, im Jahr 2000 bei Henning Horn im Design Center Stuttgart. Damals entstand die Idee, erfolgreiche Grafik-Designer aus beiden Ländern einander gegenüber zu stellen, und das am besten gleich inklusive ihrer Auftraggeber. So kam es 2001 zur ersten Face to Face Konferenz.

Face to Face e.V.

Der Face to Face e.V. sorgt seit 2004 dafür, dass die verbindende Idee von Face to Face in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten und an wechselnden Orten gelebt und weiterentwickelt wird.

Die einfache Struktur des Vereins und seine offen formulierte Satzung, die keine Bindung an einzelne Design-Disziplinen vorgibt, machen Face to Face sehr flexibel. Davon profitieren seine Mitglieder, Dialogpartner und Aktionen.

11.2009 Franzosen und Deutsche für besten Designdialog ausgezeichnet

F2F9

Mit dem »Face to Face Award«, dem Preis für die beste gemeinsame Projektkommunikation, wurden auf der neunten internationalen Designkonferenz »F2F9: La France meets Deutschland« im Reithaus Ludwigsburg je ein Beitrag aus Frankreich und Deutschland ausgezeichnet.

Die Preisträger konnten kaum unterschiedlicher sein: Unter dem Titel »Der städtische Nahverkehr als neuer Kulturraum – spektakuläre Erfahrungen in der Pariser Metro« präsentierte Yo Kaminagai, Direktor Design- und Kulturprojekte der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP, gemeinsam mit dem Pariser Designprofessor Laurent Ungerer, wie sich aus unterirdischen Bahnhöfen völlig neue Welten schaffen lassen. Der Gestalter Martin Grothmaak vom Stuttgarter Designstudio Projekttriangle erörterte mit seinem Auftraggeber Manuel Holz von Holzmedia, wie es zu dem in Konzeption, Gestaltung und Verarbeitung wegweisenden Möbelkatalog »Simplicity Lookbook 2.0« kam – »Simplicité, Einfachheit« war ihre Präsentation überschrieben. Der Face to Face Award 2009, den diesmal die Schriftenmanufaktur und -bibliothek Linotype gestiftet hat, wurde zum zweiten Mal vergeben für den besten Podiumsdialog zwischen einem Designauftraggeber und seinem Gestalter. Entscheidend war das Votum der 220 Konferenzteilnehmer. »Für uns ist es wichtig, Rednern und Publikum zu verdeutlichen, wie sehr es auf den Dialog ankommt, wenn man ein Designprojekt zum Erfolg führen will,« sagt Henning Horn, Initiator und Organisator von Face to Face.

09.2007 Peter Raacke F2F-Ehrenmitglied

Neuestes Ehrenmitglied von Face to Face ist Professor Peter Raacke. Der in Berlin lebende Designpionier präsentierte auf der Face to Face 7 in beispielhafter Weise Hintergründe und seinen eigenen Beitrag zur Erfolgsgeschichte des Metallwarenherstellers Mono. Mit seinem Auftraggeber Dr. Wilhelm Seibel junior und dem für das Corporate Design der Marke Mono verantwortlichen Wolfram Heidenreich führte Peter Raacke ein sehr direktes und anregendes Podiumsgespräch. Raacke schuf 1959 unter anderem das Besteck mono-a. Auf der F2F-Mitgliederreise in das Partnerland Estland führte Peter Raacke in seiner offenen Art Gestalter über Generationen und Ländergrenzen zusammen.